Uhren mit Chronographen

Chronograph bedeutet übersetzt „Zeitschreiber“. Ein Chronograph erspart beim Messen kurzer Intervalle den ständigen Blick auf die Uhr. Entwickelt wurde der Chronograph, als die Zeitmessung im Sport noch von Hand erfolgte. Heut zu Tage hat der Chronograph in erster Linie die Bedeutung als schmuckes Männerspielzeug, mit dem sich die Garzeit des Grillgutes oder andere zeitliche Ereignisse hervorragend kontrollieren lassen. Für Moderne Chronographen betreiben einfallsreiche Uhrmacher und Konstrukteure einen sehr großen Aufwand.

Häufig werden Chronographen auch als Chronometer bezeichnet. Hierbei handelt es sich jedoch um völlig verschiedene Uhrenarten. Als Chronograph wird eine Stoppuhr bezeichnet, im Gegensatz das Chronometer, bei dem es sich um eine Uhr mit amtlich kontrollierter Gangprüfung handelt. Ein Chronograph kann also auch ein Chronometer sein jedoch nur dann, wenn dieser eine Gangprüfung bei einer amtlichen Prüfstelle erfolgreich bestanden hat.

So lässt sich der Chronograph nutzen

Die Nutzung eines Chronographen lässt sich am besten durch ein Beispiel veranschaulichen. Zwei Läufer sollen eine vorher bestimmte Distanz schnellstmöglich bewältigen. Um die unterschiedlichen Zeiten ihres Zieleinlaufs zu ermitteln, die die beiden Läufer dafür benötigen, ist ein Chronograph ideal geeignet. Ein weiterer Vorteil ist, dass es keine Verfälschung des Laufergebnisses durch eine zeitversetzte Betätigung der beiden Startknöpfe entstehen kann. Erreicht der erste Läufer das Ziel, wird der Drücker am Gehäuserand betätigt worauf der Zeiger A stehen bleibt. Beim Überqueren der Ziellinie des zweiten Läufers wird der Chronograph wie gewohnt gestoppt und Zeiger B bleibt stehen. Abschließend können die unterschiedlichen Zeiten der beiden Läufer abgelesen werden.

Aufbau und Funktionsweise eines Chronographen

Generell erfolgt der Antrieb eines Chronographen über ein ganz gewöhnliches Uhrwerk. Die Funktionen sind allerdings voneinander komplett von der normalen Zeitanzeige getrennt. So ist bei einer klassischen Konstruktion das Chronographenwerk außerhalb des eigentlichen Uhrwerkes untergebracht. Aus diesem Grund lassen sich Chronographen-Module problemlos mit normalen Serienuhrwerken verbinden. Diese Konstruktionen funktionieren daher nicht besser oder schlechter als Uhrwerke, die von vornherein mit einem Chronographen-Mechanismus konzipiert wurden.
der Chronographen-Mechanismus wird meist durch das Sekundenrad angetrieben. Unterschiedliche Zeiten zu stoppen, erfordert jedoch einen zusätzlichen Zeiger, der als Rattrapante oder Schleppzeiger bezeichnet wird. Der zweite Stoppzeiger kann beliebig oft während der Zeitnahme angehalten werden. Wird er wieder gestartet, holt dieser Zeiger den weiter laufenden Chronographenzeiger ein und läuft kongruent mit diesem weiter.
Eine weitere jedoch auch seltene Zusatzfunktion wurde „Flyback“ benannt oder auf deutsch „Rückstellung im Fluge“. Diese Bezeichnungen haben mit dem Fliegen rein gar nichts zu tun, sondern beschreiben vielmehr, dass der Chronograph auf Null gestellt werden kann, ohne die Uhr vorher stoppen zu müssen. Das zurücksetzen auf die Nullstellung kann auch dann erfolgen wenn der Chronograph eingeschaltet ist.

Zahllose Varianten von Chronographen

Die Vielfalt von Chronographen ist nahezu unendlich. Nicht ohne Grund gibt es eine große Anzahl an Büchern (die zum Teil auch für Laien geeignet sind) die sich explizit mit Chronographen beschäftigen. Wenn wir ehrlich sind, benötigen die wenigsten Chronographenträger eine solche Armbanduhr. Jedoch sind sie einfach schöne Spielzeuge mit einem durchaus männlichen Habitus. Also, was braucht ein Mann mehr?